Die WeltRaumMaschine

Installation/Performance von und mit den RaumZeitPiraten und Jan Ehlen

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Die RaumZeitPiraten und Jan Ehlen sind für ihre wahnwitzigen Konstruktionen aus Licht, Klang und Maschine bekannt. Irgendwo zwischen Futurismus und Science Fiction, Wissenschaft und Fiktion reflektieren sie mit überschwänglicher Freude an der Technik den technischen Fortschritt selbst. Für // CYBERLEIBER 2013 bauen sie Die WeltRaumMaschine mitten ins Foyer – und arbeiten über die Dauer des Festivals kontinuierlich an ihrer Perfektionierung.

piraten

Wer sind die Raumzeitpiraten? 
Mit ihren ortsspezifischen, performativen Installationen entwerfen die RaumZeitPiraten ephemere Modelle von unperfekten Mensch-Maschine Gegenwelten mit denen sie berechnete Realitäten, wissenschaftliche Genauigkeit und anorganisches, maschinendominiertes Verhalten in Frage stellen.

Im Jahr 2007 als Künstlerkollektiv und fortlaufendes Projekt von Tobias Daemgen und
Moritz Ellerich gegründet arbeiten die beiden als Duo, in Kollaborationen mit Künstlern
anderer Ausdrucksformen und in mediendidaktischen Projekten.
Mit selbstgebauten, optoakustischen Instrumenten missbrauchen und remixen sie
uralte und hochmoderne auditive und visuelle Technologien für ihre alchemistischen,
organisch improvisierten Licht und Klang Architekturen.
Ihre Aktivitäten sind auf spielerisch experimentelle Verknüpfungen von Klang, Bild,
Objekt, Raum und Zeit ausgerichtet mit denen sie sich auf eine wechselseitig erweiternde
Multimedia-Performance-Surround-Raumschiff-Laboratoriums-Reise zwischen
Wissenschaft und Fiktion begeben.“

 Wer ist Jan Ehlen?
Jan Ehlen experimentiert spielerisch mit Materie, Licht und Ton, mit analogen wie digitalen Bilderzeugern, arrangiert chemische und physikalische Prozesse und bringt selbstgebaute kinetische Objekte zum Einsatz in raumfüllenden Collagen. Dabei zeigt er nicht das sichtbar Offenliegende, sondern befördert für den Betrachter sonst unsichtbare Details in dessen Fokus und stellt vertraute Seh- und Hörgewohnheiten zur Disposition.

Seit 2010 zieht er die Fäden beim SHINY TOYS. Das internationale Netzwerk für audiovisuelle Experimente entwickelt interdisziplinäre Veranstaltungsformate mit dem Ziel im Ruhrgebiet ein Forum für audiovisuelle Kunst zu schaffen, das an den Schnittstellen analoger und digitaler Technologien forscht und neue Gestaltungsformen etabliert. Über 200 Künstler_innen aus 16 Ländern konnten seitdem im Ruhrgebiet präsentiert werden.

Mehr unter: http://www.janehlen.de,  http://www.shinytoys.eu und http://www.raumzeitpiraten.de.

Konstruktionsbeginn: Donnerstag, 6. Juni 2013, 17 Uhr im Unteren Foyer

Comments
2 Responses to “Die WeltRaumMaschine”
  1. Die Realität ist beendet. Der Denkraum ist endlich unendlich. Nur Träume sind noch wahr.
    Eine neue Bewusstseinsstufe ist erreicht. Das Digitale hat uns durchdrungen und ragt zurück in eine analoge Welt. Die vorherrschende Bewegung des Denkens ist jetzt das Springen.
    Wir befinden uns in konstanter Verschiebung medialisierter Wechselwirklichkeiten. (Der Geist hat die Zeit besiegt.) Die Linie zerfällt zu Punkten. Das Ich zerspringt zum multidimensionalen Wesen im auseinanderstrebenden Möglichkeitsraum. Die Zeit der Beschleunigung ist vorbei, die Gleichzeitigkeit beginnt. (Der verknüpfende Geist ist jetzt das wertvollste Werkzeug des Sinns.) Die Technik ist längst Bestandteil unserer Bewusstseinsstruktur, zu einem höheren Wahrnehmungs- und Gestaltungsorgan mit dem Menschen verwachsen. Die Welt wird zum Spielplatz der neuen Einbildungskräfte.

    [digitales manifest 01 / RaumZeitPiraten 2011]

  2. Die Realität ist beendet. Der Denkraum ist endlich unendlich. Nur Träume sind noch wahr. Eine neue Bewusstseinsstufe ist erreicht. Das Digitale hat uns durchdrungen und ragt zurück in die analoge Welt. Die vorherrschende Bewegung des Denkens ist jetzt das Springen. Wir befinden uns in konstanter Verschiebung medialisierter Wechselwirklichkeiten. [Der Geist hat die Zeit besiegt.] Die Linie zerfällt zu Punkten. Das Ich zerspringt zum multidimensionalen Wesen im auseinanderstrebenden Möglichkeitsraum. Die Zeit der Beschleunigung ist vorbei, die Gleichzeitigkeit beginnt. [Der verknüpfende Geist ist jetzt das wertvollste Werkzeug des Sinns/Seins.] Die Technik ist längst Bestandteil unserer Bewusstseinsstruktur, zu einem höheren Wahrnehmungs- und Gestaltungsorgan mit dem Menschen verwachsen. Die Welt wird zum Spielplatz der neuen Einbildungskräfte.

    (digitales manifest 01 / RaumZeitPiraten 2011)

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