Vis motrix oder die bewegende Kraft

Die Künstlerin Suse Kipp malt eigens für //CYBERLEIBER 2013 eine Serie von 15 Bildern, die im unteren Foyer des Schauspielhauses ausgestellt werden. Dafür lässt sie sich von Kleists Essay „Über das Marionettentheater“ inspirieren. Wer verfügt über den filigraneren ästhetischen Ausdruck: Mensch oder Puppe?

Am 8. und 9. Juni wird Suse Kipp die Serie vervollständigen und in einer LIVEPAINTING-Aktion das 16. Bild malen: „Das letzte Bild: Das Herz ist ein merkwürdiger Plattenspieler“.

susekipp

Die Malerei ist für mich eine kollektive Arbeit. Auch wenn ich alleine im Atelier arbeite, beziehe ich mich auf die Einflüsse der Anderen und auf die Umgebung (site-specific). Damit gelange ich unwillkürlich zu Bildaussagen, die gesellschaftliche und politische Stellungnahme sind.“ (Suse Kipp)

Suse Kipp begann ihre Arbeit als Malerin in Berlin 2004. Dort beteiligte sie sich an verschiedenen internationalen Künstlerkollektiven in etwa nach Vorbild der London Art-Squat Scene: International Temporary Art / KITA am Bersarinplatz und Berlin Factory an der Spreebrücke in Oberschöneweide. In dieser Form erfuhr ihr malerischer Prozess eine praktische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Genres aus der visuellen und auditiven Kunst. Ihre erste Ausstellung fand in Paris in einem alten besetzten Verlagshaus im 13. Arrondissement statt. Suse Kipps Arbeiten sind beeinflusst durch ihre frühere Theaterarbeit und damit in Zusammenhang stehenden Improvisationstechniken. Ebenso lässt sie sich von ihrer Beschäftigung mit westafrikanischer Musik und Polyphonie inspirieren.

Seit 2011 lebt sie in Dortmund und arbeitet fürs, als Souffleuse.
Mehr  unter www.susekipp.de und http://www.theaterjobs.de/susekipp.

Unter: http://susekipp.de/work_in_progress.php kann der Entwicklungsprozess schon jetzt begleitet werden.

Vernissage: Donnerstag, 6. Juni, 18 Uhr, Unteres Foyer im Schauspielhaus

Comments
One Response to “Vis motrix oder die bewegende Kraft”
  1. Suse Kipp sagt:

    Anmerkung zu obiger Frage:
    „Wer verfügt über den filigraneren ästhetischen Ausdruck: Mensch oder Puppe?“
    Diese interessante Frage lässt sich aus meiner Sicht nicht beantworten.
    Oder wenn doch – würde ich sagen: vermutlich beide.
    Für mein hier beschriebenes Projekt ist ein anderer fragloser Aspekt zentral.

    Dieser ergibt sich ja bereits aus dem Titel:

    „Vis Motrix oder die bewegende Kraft“ .

    Ein Begriff aus der Romantik, der sowohl physikalisch/mechanisch als auch philosophisch benutzt wurde. Der Titel- im Zusammenhang mit Kleist gefunden, – gibt mir Raum, dieser Kraft von einem romantischen Aspekt aus auf die Spur zu kommen. Was treibt uns an?

    Suse Kipp, 26. Mai 2013

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